Riesenerfolg für Fredy Lienhard
Das Doran Team von Kevin Doran hat mit den Fahrern Max Papis, Didier Theys, Mauro Baldi und Fredy Lienhard die Rolex 24 in Daytona mit einem Dallara/Judd gewonnen. Ein unglaubliche Leistung, denn es war der erste Renneinsatz der Kombination Dallara/Judd. Der Dallara wurde letztes Jahr mit mässigem Erfolg in Le Mans von Chrysler mit einem Chrysler V8 eingesetzt. Auch wurde gezweifelt, dass die Judd Motoren 24 Stunden durchhalten werden. Fredy Lienhard hat eine erfolgreiche Kombination geschaffen. Gratulation.
3. Rang von Toni Seiler in der GTS Klasse
Das Konrad Team mit Charlie Slater, Gunnar Jeanette, Martin Short und Toni Seiler haben mit einem Saleen SR7R noch den Sprung aufs Podium geschafft. Das Siegerauto, ein Jaguar (von Rocketsport modifiziertes TransAm Auto) hat die Testtage, Trainings, Qualifikation und das Rennen dominiert. Die Fahrer Brian Simo, Scott Pruett, Martin Lauer und Besitzer Paul Gentilozzi haben überhaupt keine Schwächen gezeigt. Trotz einem Kühlerdefekt mit fast einstündiger Reparatur hat sich das Konrad Team unermüdlich bis zum dritten Rang vorgearbeitet. Respekt.
Unser Rennbericht:
Mittwoch 30.1.
Gruss, Robert
Donnerstag 31.1.
Ernie ist als Erster dran. Nach
20 Minuten vorsichtigem Fahren kommt er an die Boxe, und übergibt das Steuer
Hans. Um 19 Uhr ist die Reihe an mir. Die Corvette ist überhaupt nicht
einfach zu fahren. Nach ungefähr 30 Minuten muss ich bei der Schikane am Ende
der hinteren Geraden kurz übers Gras. Die Frontöffnung für den Kühler füllt
sich mit Gras, und ich komme sofort an die Box. Die Corvette wird gereinigt
und zurück in die Garage geschoben. Tony verspricht uns eine
fahrerfreundlichere Fahrwerksabstimmung für morgen Freitag. Denn die
jetzige Einstellung ist nicht für ein Langstrecken Rennen geeignet.
Wir sind guter Hoffnung.
Gruss Robert
Das Rennen
Stunde 1 Anthony Puleo startet
an 34. Position und kann gut mithalten.
Stunde 2
Ich übernehme, nach etwa 10 Runden überfahre
ich "etwas" nach Kurve 4 des Ovals. Beim Anbremsen ins Innenfeld
leichte Vibration. Fahre langsamer weiter, doch vor dem Busstop geht die Luft
vorne rechts aus. Erreiche trotzdem die Boxe. Müssen Auto in die Garage bringen
um die vordere rechte Aufhängung wieder instandzustellen.
Stunde 3 Nach 50 Minuten Reparatur kann Anthony
wieder ins Rennen. Kommt aber nach 4 Runden zurück, ein Lager im Getriebe hat
den Dienst quittiert.
Stunde 7
Nach etwa 4 Stunden Arbeit ist das
Getriebe gewechselt und ich kann wieder ins Rennen. Nach diesem schlechten
Anfang haben sich Ernie und Hans entschlossen nicht zu fahren.
Stunde 8 Ich fahre den ersten Turn ohne Probleme
und bleibe nach dem Tankstop im Auto. Nach etwa 4 Runden werde ich im Infield
zwischen Turn 2 und Horseshoe East vom langsamwerdenden Mustang #29 fast an die
Leitplanken gedrückt, komme kurz zur Kontrolle an die Box, kein sichtbarer
Schaden. Das Auto ist jetzt wesentlich einfacher zu fahren.
Stunde 9 Komme zum zweiten Tankstopp rein.
Bleibe weiter für einen dritten Turn im Auto.
Stunde 10 Nach meinem dritten Turn übernimmt Anthony wieder
das Steuer. Ich gehe für 1 1/2 Stunden schlafen.
Stunde 11 Anthony kommt nach problemlosem ersten Turn zum
Tanken und fährt noch einen zweiten Turn.
Stunde 12 Ich übernehme wieder von Anthony. Das Auto ist
perfekt.
Stunde 13 Bleibe beim Tankstopp wieder im Auto. Nach etwa 10
Runden werde ich im Infield zwischen Horseshoe West und Turn 7 vom BMW #54 übersehen,
dieser wechselt ohne ersichtlichen Grund die Spur und wir beide drehen uns. Ich
kann langsam weiterfahren, beim Busstop geht beiden Vorderreifen die Luft aus
und der Abschleppdienst bringt mich in die Garage zurück. Nach etwa 30 Minuten
kann ich das Rennen wieder aufnehmen.
Stunde 14 Nach etwa 14 Runden machen sich ungewohnte Zündaussetzer
bemerkbar, komme zur Boxe zur Kontrolle. Man kann nichts feststellen und ich
fahre weiter. Doch die Aussetzer werden schlimmer und ein leichter Rauch füllt
das Cockpit. Ich komme zurück und die Crew nimmt das Auto in die Garage. Leider
bleibt es dort. Der Schaden, zwei Ventilstossstangen sind beschädigt, erlaubt
keine Weiterfahrt.
Endresultat: 59. Gesamtrang, 6. in unserer Gruppe AGT mit 232 Runden
Das 24 Stunden Rennen in Daytona Beach, Florida, USA findet auf dem Daytona International Speedway statt. Es wird auf dem Oval und dem Innenfeld gefahren. Eine Runde beträgt 5,736km. Der Organisator ist die Grand American Road Racing Association, www.grand-am.com. Die Veranstaltung ist offen für Sportwagen (SportsRacer und SportsRacer II) sowie GT-Fahrzeuge (GT, GTO und American GT).
Zeitplan, Trainingsresultate, Qualifikationsresultate und Renninformationen können unter www.grand-am.com laufend aktuell abgerufen werden. In den USA wird das Rennen während 25 Stunden live von Speedvision www.speedvision.com übertragen und auf dieser Webseite sind laufend die neusten Nachrichten mit Kommentaren abrufbar. Sehr gute Informationen liefert auch www.theracesite.com
Zum Start werden insgesamt 76 Fahrzeuge zugelassen, es sind etwa 300 Fahrer aktiv. Darunter Tony Stewart (NASCAR Sieger), Kyle Petty (NASCAR Sieger), John Andretti (NASCAR Sieger), Jeff Burton (NASCAR Sieger), Robby Gordon (NASCAR, IRL, Baja Sieger), Wally Dallenbach (NASCAR und TRANSAM Sieger), Hurley Haywood (5-facher Daytona Sieger), Paul Gentilozzi (4-facher TRANSAM Champion, Andy Wallace (3-facher Daytona Sieger), Elliot Forbes-Robinson (2-facher Daytona Sieger), Irv Hoerr (IMSA Champion), Jack Baldwin (TRANSAM Champion), Buddy Lazier (INDY Sieger), und ...
In der SRP Klasse (900kg) werden unter anderen folgende interessante Fahrzeuge teilnehmen: ein Ferrari 333SP #13 vom Risi Team mit Eric van de Poele, David Brabham, Stefan Johansson und Ralf Kelleners. Ein neuer Werks Judd Crawford #2 mit Tony Stewart; zwei Ford Riley & Scott von Dyson Racing, die #16 mit James Weaver, Oliver Gavin und Butch Leitzinger, die #20 mit Rob Dyson, seinem Sohn Chris und den erfahrenen Elliott Forbes Robinson und Dorsey Schroeder. Ein Porsche Lola #38 vom Champion Team mit Andy Wallace, Sascha Maassen und der Daytona Legende Hurley Haywood. Ein Riley & Scott mit einem 6 Liter Elan V8 #36 von Jim Matthews Racing mit Scott Sharp (Sieger '96), Robby Gordon, Guy Smith und Jim Matthews. Ein Judd Riley & Scott #74 von Robinson Racing mit Jack Baldwin, Wally Dallenbach jr, Steve Knapp und George Robinson. Ein Judd Dallara #27 von Doran Lista Racing mit Fredy Lienhard und Didier Theys. Ein Mazda Kudzu #63 von Downing Atlanta mit Jim Downing.
In der GTO Klasse fehlen zwar die beiden Werks Corvettes, doch wird die Klasse trotzdem hart umkämpft sein und vielleicht wieder den Gesamtsieger hervorbringen. Bis jetzt folgende Teilnehmer: ein Saleen SR7 von Konrad Motorsport www.konradmotorsport.com mit Franz Konrad, Charles Slater und Toni Seiler (Daytona Sieger) www.seilercar.ch . Der Saleen wiegt 1200kg und wird von einem Ford-V8-Motor (7000cm3, Leistung ca. 680 PS) angetrieben. Zwei weitere Saleen SR7 #51 von Park Place Racing mit Chris Bingham, Peter MacLeod, Wade Gaughran und David Gaylord; #53 mit Don Kitch, Ross Bentley und Bruno Lambert. Ein vierter Saleen #83 von Graham Nash Motorsport mit Geoff Lister und Mike Youles. Ein Jaguar #3 vom Rocketsports Team mit Paul Gentilozzi, Brian Simo, Scott Pruett und Martin Lauer. Ein Porsche 996 #7 von RWS Motorsport mit Luca Riccitelli, Boris Said, Vincent Vosse und Dieter Quester. Ein Ultima GTR #12 von K&N Filters Racing. Eine Viper GTS #45 von American Viper Racing mit Simon Gregg, Mike Hezemans, Luca Capellari und Mark Bunting. Eine zweite Viper GTS von Larbre Competition mit Christophe Bouchut, Jean-Luc Chereau, Carl Rosenblad und Patrice Goueslard, zwei Porsche GT1 von Bytzek Motorsports #0 und #00 mit Klaus Bytzek und James Holtom. Ein Marcos #08 von Marcos Racing International mit Cor Euser und Calum Lockie.
In "unserer" Klasse, AGT sind bis jetzt folgende
Teilnehmer: ein Mustang #29 von Sky Blue Racing mit Irv Hoerr, Darin Brassfield, Jack Busch
und Besitzer Woodson Duncan. Flis Motorsport bringt dieses Jahr zwei Corvettes,
#09 X1-R mit Doug Goad, Craig Conway, Michael Ciasulli und Doug Petersen; die #90 RE/MAX mit David Liniger,
John Metcalf, Rick Carelli und Kevin Harwick (NASCAR Rookie of the year). Eine
Corvette von Morgan Dollar Motorsports mit Charles D. Morgan jr, Charles R.
Morgan, Andrew Richards und Steven Richards. Zwei Corvettes von ACP Motorsports
#19 mit Kerry Hitt und #71 mit Michael Defontes, David Brown, Chris und Gerald
Thompson. Eine Corvette von Dick Greer Racing #82 mit Dick Greer, John Finger,
Jack Willes und Terry Lingner. Ein Olds Aurora #91 von Paladin Racing mit Bill Beilharz, Steven
Lisa und Paul Jenkins. Ein Camaro #55 von Dewey Motorsports mit Bruce Dewey,
Gary Smith, Ron Grimm und David Rankin..
Und natürlich die schwarz/weisse Corvette mit Startnummer 60 der Xtreme Racing
Group, mit folgenden Fahrern:

Anthony Puleo von St. Augustine, Florida (13 Daytona Teilnahmen)

Hans Hauser von Mülligen, Schweiz (1 Daytona Teilnahme 2001)

Robert Dubler von Waltenschwil, Schweiz (1 Daytona Teilnahme
2001)
Ernie Gschwender von Neufahrn, Deutschland (2 Daytona Teilnahmen 1996/7). Ernie betreibt einenSpeed-Shop bei München. www.erniesv8.com
Die Corvette ist auf einem neuen Riggins Chassis aufgebaut. Das Auto wird von Anthony Puleo vorbereitet.
Daten der Corvette: Gewicht mindestens 1176kg. Minimale Höhe 112cm und mindestens 55mm Bodenfreiheit. Der 6.3 Liter Chevrolet Motor leistet mit einem Holley 4150 (Venturi Durchmesser max. 42mm) Vergaser ungefähr 700PS und entwickelt unheimlich viel Drehmoment. Diese Kraft wird über eine 3-Scheiben 7 1/4" AP-Kupplung, dann einem TexRacing 101 4-Gang Getriebe auf die Ford 9" Detroit Locker Hinterachse übertragen. 18" Felgen maximal 16" breit. Die Bremsen sind von AP, 14" Bremsscheiben mit 4 Kolben Bremszangen. Der hintere Stabilisator und die Bremskraftverteilung sind vom Fahrer regulierbar. Es sind keine elektronische Fahrhilfe, wie ABS oder ASR, erlaubt.