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39th , Feb 1 - 4, 2001

Das 24 Stunden Rennen in Daytona Beach, Florida, USA findet auf dem Daytona International Speedway statt. Es wird auf dem Oval und zusätzlich im Innenfeld gefahren. Eine Runde beträgt  5,736km. Der Organisator ist die Grand American Road Racing Association, www.grand-am.com. Die Veranstaltung ist offen für Sportwagen (SportsRacer und SportsRacer II) sowie GT-Fahrzeuge (GT, GTO und American GT). 

Zeitplan, Trainingsresultate, Qualifikationsresultate und Renninformationen können unter  www.grand-am.com laufend aktuell abgerufen werden. In den USA wird das Rennen während 25 Stunden live von Speedvision  www.speedvision.com  übertragen.

Zum Start werden insgesamt 80 Fahrzeuge zugelassen, es sind etwa 300 Fahrer aktiv. Darunter Dale Earnhardt sr (7-facher NASCAR Champion und Dale jr (2-facher BUSCH Champion, Kyle Petty (NASCAR Sieger), Hurley Haywood (5-facher Daytona Sieger), Bob Wollek (4-facher Daytona Sieger), Ron Fellows (TRANSAM Champion), Paul Gentilozzi (3-facher TRANSAM Champion, Andy Wallace (3-facher Daytona Sieger), Elliot Forbes-Robinson (2-facher Daytona Sieger), Paul Newman (Daytona Sieger und Schauspieler), Irv Hoerr (IMSA Champion), Jack Baldwin (TRANSAM Champion), Buddy Lazier (INDY Sieger), Jim Minniker (Corvette-Legende), Dieter Quester (BMW-Legende), Hans Stuck     und ...

Aus der Schweiz werden teilnehmen: 

Lilian Bryner und Enzo Calderari (Daytona Sieger) im Porsche GT3R von Jürgen Alzen Motorsport in der GT Klasse mit Startnummer 35. Ihre Partner: Jürgen Alzen und Uli Richter.

Freddy Lienhard im Crawford Judd von Lista Doran Racing in der SRP Klasse mit Startnummer 27. Dies wird der erste Einsatz des neuen Crawford. Seine Partner: Didier Theys, Ross Bentley und Mauro Baldi.

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Toni Seiler (Daytona Sieger) www.seilercar.ch im  Pilbeam MP 84 von Pilbeam Racing America www.pilbeamracing.com in der SRP II Klasse mit Startnummer 48. Der Pilbeam wiegt 675kg und wird von einem Nissan-V6-Motor mit 38mm Restrictor (3000cm3  Leistung ca. 380 PS) angetrieben.

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Seine Partner am Lenkrad sind:

Shane Lewis, www.shanelewis.com , von Jupiter, Florida,  

Bruno Lambert (LeMans Sieger) von Brüssel, Belgien

 

 

Hans Hauser und Robert Dubler im Oldsmobile Cutlass Supreme des Tropic Zone Racing Teams, www.fullspeed.to/tzracing, in der American GT Klasse mit der Startnummer 96

Der Oldsmobile ist auf einem '93 Riggins Chassis aufgebaut. '93 wurde mit diesem Auto die IMSA GTO Meisterschaft gewonnen. '94 3. Platz in der selben Meisterschaft. '97 hat Dave Bacher, der Team Besitzer, das Auto erworben und '98 die South Atlantic Road Racing Meisterschaft gewonnen. Er hat den Oldsmobile speziell für das 24 Stunden Rennen vorbereitet und hofft auf einen Podium Platz. Der 4. Fahrer ist Anthony Puleo von St.Augustine, Florida, ein Fahrer mit sehr viel Daytona Erfahrung.

Daten des Olds: Der 6 Liter Chevrolet Motor leistet mit einem Holley Vergaser ungefähr 700PS und entwickelt unheimlich viel Drehmoment. Diese Kraft wird über eine 3-Scheiben 7 1/4" AP-Kupplung, dann einem Jericho 4-Gang Getriebe auf die Ford 9" Detroit Locker Hinterachse übertragen. Die Felgen sind 16" Durchmesser, vorne 13" und hinten 14" breit. Die Bremsen sind von AP, 13" Bremsscheiben mit 4 Kolben Bremszangen. Der hintere Stabilisator und die Bremskraftverteilung sind vom Fahrer regulierbar.

 

 

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Die vier Fahrer:

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Die Crew:

Susan Bacher, Crew Chief: Kevin Petersen, Crew: Mark Bacher, Jimmy Butler, Ron Butler, Mark Conley, Art, Brian & Judy Corbitt, Wayne Foland, Michael Hooten, Ashley Horn, Chuck & Jackie Kerns, Steve "Moose" Kirchoff, John Metros, Gwen Petersen, Bill Rockholtz.

Rennbericht:

Dienstag 30.1.

Nach 10 Stunden Flug sind wir um 16.00 in Miami angekommen. Mit dem Mietauto sind wir über das RaceRock in Orlando nach Daytona gefahren. 

Mittwoch 31.1.

Nachdem wir die Registration problemlos hinter uns gebracht haben, unser Team hat alles perfekt gemeldet und alle Papiere für unsere Begleiter und Fahrzeuge waren bereit. In der Garage (Fahrerlager) fanden wir unser Team um 12 Uhr beim Ausladen des Olds. Um den Olds zu unserem zugewiesenen Platz zu bringen, bekam ich meine erste Gelegenheit mich ans Steuer zu setzen. Zu meiner Beruhigung passte Sitzposition und alles andere ausgezeichnet. Um 14.30 war der Olds 11-ter in der Reihe zur Wagenabnahme. Als erstes wurde die Karosserie, dann die Sicherheitsausrüstung (Sicherheitsgurten, Ueberrollkäfig, Feuerlöschanlage und Fensternetz) kontrolliert. Als nächstes Bremsen, Aufhängung und Benzinsystem. Am Motor wurden Kompressionsverhaeltnis, Inhalt und Vergaser sehr genau kontrolliert. Wir waren die letzten, aber alles war in Ordnung, dann musste alles schnell gehen, denn um 17.00 wird die Garage geschlossen.

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Donnerstag 1.2.

Um 9.00 war die erste Fahrerbesprechung und um 10.00 das erste Training. Wir hatten Boxe #9 am Ende der Boxenstrasse. Dave Bacher machte eine Funktionskontrolle, danach hatte Hans das erste Mal Gelegenheit,  mit dem Olds zu fahren, und als letzter kam ich an die Reihe. Dave hat uns ein leicht zu beherrschendes Fahrzeug bereit gestellt. Unsere Zeit von 2.05.8 reichte für den 62. Platz (4. in AGT). Das Wetter war gar nicht typisch für Florida, kalt und Regen der kommt und geht; es sollte das ganze Wochenende so bleiben. Beim zweiten Training um 13.20 fing es das erste Mal richtig an zu regnen. Als ich bereit war,  die Boxe zu verlassen, war die Sicht fast gleich null. Ich tastete mich durchs Infield und auf dem Oval wurde die Sicht ein wenig besser. Der Olds hat eine Lexan-Windschutzscheibe und natuerlich keine Scheibenwischer. Trotzdem fuhr ich bis Trainingsende. Eine wichtige und lehrreiche Erfahrung. 2.18.5 war 39. Platz (1. in AGT).  Um 15.25 war das erste Qualifying, Tony Puleo brachte uns bei sehr schlechten Bedingungen, Regen, auf den 48. Platz, doch sollte diese Zeit nicht fürs Rennen reichen, denn beim 2. Qualifying herrschten bessere Bedingungen. Die Crew hatte viel zu tun, denn das Getriebe musste gewechselt werden, und um 18.00 begann das 2-stuendige Nachttraining. Wir stellten fest, dass unsere Beleuchtung gut genug war, damit uns andere sehen, aber der Fahrer hat den Eindruck, dass er ohne Licht faehrt. Das Oval ist hell beleuchtet und das Infield mässig. Das zweite Getriebe schien auch ein Problem zu haben. Wir haben das Training vorzeitig abgebrochen, um der Crew noch ein wenig Zeit zur Vorbereitung zur Reparatur zu geben, denn um 21.00 wurde die Garage wieder geschlossen.  Unsere 2.07.7 reichten nur zum 71. Platz (6. in AGT).

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Freitag 2.2.

Die Crew begann 7.30 als die Garage geoeffnet wurde, sofort mit der Getriebereparatur, doch fürs vierte Training  reichte es nicht mehr. Also wurde das Getriebe auf den Boecken getestet, noch immer komische Geraeusche von der eingebauten Oelpumpe. 2. und letztes Qualifying um 11.15 und unser Olds war noch immer in der Garage, 15 Minuten vor Ende konnte Dave Bacher endlich ins Auto sitzen und in den letzten 10 Minuten auf die Strecke. In den 5 Runden schaffte er das Unmoegliche und qualifizierte den Olds mit einer ausgezeichneten Zeit von 1.57.3 auf den 62. Platz (4. Platz AGT). Wir waren drin! Das Abenteuer konnte beginnen.

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Samstag und Sonntag 3. + 4.2., Renntag

Um 7.30 bekommt der Olds haertere Federn und eine laengere Hinterachsuntersetzung von der Crew. Boxe #9 wird fürs Rennen bereit gestellt. Um 11.00 wird das Auto zum Vorstart in der Boxenstrasse gebracht, wo sich Zuschauer, Fahrer und Teammitglieder treffen, es werden Fotos gemacht, man redet mit einander. Kurz vor 13.00 wird die Boxenstrasse geraeumt und nach der Nationalhymne hoert man die beruehmten Worte "Ladies and Gentlemen, start your engines". Nach einer Anwaermrunde beginnt das Rennen puenktlich um 13.00 mit einem fliegenden Start. Obwohl die Strecke noch feucht war geht das Feld von 80 Fahrzeugen fast reibungslos auf die lange Reise. Dave Bacher ist unser Startfahrer und er erledigt seine Aufgabe perfekt, wir sind unterwegs. Nach ungefaehr einer halben Stunden bringt Dave das Auto zur Kontrolle an die Box. Auf der hinteren Gerade lagen Karosserieteile auf der Strecke und er war nicht sicher, ob ein Pneu dadurch verletzt worden war. Kurz darauf die erste Gelbphase auf der ganzen Strecke. Tony Puleo ist als naechster dran. Die Crew stellt fest, dass die Tankanlage nicht ganz dicht ist, sie wird uns noch einige Kopfschmerzen und Zeit kosten.

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 Um 14.30 kommt der grosse Moment fuer Hans Hauser, der uns auf den dritten Platz in AGT hinter Auto #18 und #44 faehrt. 15.30 ist die Reihe an mir und um 16.00 sind wir das erste und leider auch das letzte Mal in Fuehrung in unserer Klasse. Gegen Ende meines Turns regnet es und um 16.30 bringe ich das Auto zur Box fuer Regenreifen und Dave uebernimmt das Steuer. Die Crew hat in der folgenden Zeit viel zu tun, Trockenreifen, Regenreifen. 

19.09  "passiert es". Hans war auf der kurzen Gerade zum International Horseshoe, als der Fahrer vor ihm zu frueh bremste, Hans mehr bremsen musste als gut war und auf der regennassen Piste kam der Olds ins schleudern. Der Zwischenfall endete in einem Pneustapel vor der Leitplanke. Hans konnte nicht weiterfahren. Die Crew eilte zur Garage und wartete auf das Auto, das von den Streckensicherung zurückgebracht wurde. Das Frontteil mit Kuehler wurde komplett ersetzt, die Schrauben für die Lenkung wurden durch neue ersetzt und die Radgeometrieeinstellung wieder richtig eingestellt.

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20.40 Tony Puleo geht mit dem reparierten Auto, minus Kuehlerhaube, zurueck ins Rennen. Alles war wieder gut. Um 22.00 kam meine erste Gelegenheit bei Nacht zu fahren. Unsere Beleuchtung hat sich durch der Zwischenfall nicht verbessert, doch das Auto lag noch immer unglaublich gut auf der Strecke. Im Infield beim zweiten Horseshoe war das Licht nun ganz aus. Doch nach einigen Runden habe ich mich gut daran gewoehnt. Auf der regennassen Piste sah ich die Pistenraender schwach das Flutlicht des Ovals reflektieren. Wenn immer moeglich, folgte ich einem anderen Fahrzeug, die natuerlich schneller waren. Dadurch erreichte ich ziemlich gute Rundenzeiten und ich fuehlte mich den Umstaenden entsprechend sehr wohl. Ich blieb deshalb drei Turns, fast drei Stunden, im Auto. Wir waren unterdessen wieder auf die vierte Postition in AGT vorgerueckt. Doch unsere Probleme waren noch nicht vorbei. Kurz nachdem Tony Puleo um 02.00 uebernommen hatte, stellte er nach ein paar Runden ein Getriebeproblem fest. Er kam an die Box zurueck und das Auto wurde in die Garage geschoben und fuer die naechsten 5 Stunden musste die Crew aus zwei defekten Getrieben EIN funktionierendes machen. Wayne Foland schaffte das Unmoegliche.

07.12 Tony Puleo geht mit dem Auto wieder ins Rennen, kommt noch zweimal zurueck in die Garage um die undichte Auspuffanlage zu schweissen. 09.30 kam ich zu meinem letzten Einsatz und uebergab um 11.15 das Auto mit einer schleifenden Kupplung Dave. Er brachte das Auto sicher ins Ziel. Wir hatten es geschafft,  48. Platz und 4. in AGT!!!   Vielen Dank an die Bachers mit Ihrer perfekten Crew, die das Ganze  moeglich gemacht haben. Ausser Tony,  nahmen alle das erste Mal an einem 24 Stunden Rennen teil. Sehr gute Arbeit von allen.

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KURZVIDEOS
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