2002
Cannonball
One Lap of America presented by
Wann: vom 3. Mai bis 11. Mai 2002
Wo: in den Vereinigten Staaten von America. 5369 Meilen, 18 Zeitprüfungen. Start ist in Rochester, NY, danach werden die folgenden Rennstrecken besucht: Indianapolis Raceway Park, Tulsa Speedway Kansas, Hallett Motor Racing Circuit (Hallett, Kansas), Pikes Peak International Raceway (Colorado Springs, Colorado), Sandia Motorsports Park (Albuquerque, New Mexico), Texas World Speedway (College Station, Texas), Road Atlanta (Braselton, Georgia), Carolina Rod Shop (Piedmont, South Carolina), Summit Point Raceway West Virginia, Lancaster Raceway, Buffalo, NY und zurück nach Rochester, NY.
Unser Team: Christian Schober (seit 1993 an jedem One Lap)
Stephan Egenter (erste Teilnahme)
Robert Dubler (seit 1993 an jedem One Lap)
Unser Fahrzeug: 1995 Chevrolet Tahoe (1996/97 und 98 mit Jim Tignanelli am One Lap) jetziger Besitzer ist Roy Hopkins, der uns das Fahrzeug für diesen Anlass überliess.
Bericht:
28.4. Flug mit Continental nach Newark, NJ, danach Fahrt mit Mietauto nach Elmira, NY
29.4. Weiterfahrt nach Rochester, NY zu Eksten Autoworks um den Tahoe zu übernehmen. Da der Tahoe ca. 200'000 Meilen (320'000km) alt war, waren noch kleinere Unterhaltsarbeiten nötig. Mit Stephan Egenter hatten wir einen ausgezeichneten Chevy-Spezialisten zur Hand.
30.4. Nach gründlicher Kontrolle stellten wir fest, dass die vorhandenen Bremsbeläge eher dürftig waren. Wir besuchten darauf Phil and Sam Damico von Rochester Clutch & Brake, einem Spezialisten für Oldtimer und Vintage Bremsen und Kupplungen. Sam war sofort bereit einen kompletten Satz Beläge mit dem altbewährten Velvetouch Material herzustellen. Diese Bremsbeläge waren ein wichtiger Teil um das One Lap erfolgreich zu bestreiten.
01.5. Bei MacII liessen wir die Radgeometrie einstellen. Auch bekam der Tahoe unsere Aufkleber.
02.5. Alles ging glatt bei der technischen und administrativen Abnahme. Kurz vor Mittag waren die Bremsbeläge fertig und konnten eingebaut werden. Um 17 Uhr Fahrerbesprechung, und um 19 Uhr Start über die Platt Street Bridge, die sonst nur von Fussgängern benützt werden darf .
03.5. 5 Uhr morgens Frühstück im Hauptsitz
von TireRack in South Bend, IN., danach Weiterfahrt zum Indianapolis Raceway
Park, einem Drag Strip mit einer integrierten abwechslungsreichen Rennstrecke.
Hier bestätigte sich unsere Vorahnnung, dass unsere Klassengegner uns weit
überlegen sind. Der stärkste (500PS plus) und am besten vorbereitete, scheint
der Ford Lightning von Ed Olkkola und Brian Healy, der auch Bestzeit in der SUV
Klasse fuhr. Der Blazer S10 von Glen Dodd und Charles Lovelady hat ein Corvette
C4 Chassis und einen potenten 383, er belegte den 4. Platz. Der Ford Ranger von
Steffan Wigert und Bob Bond hat auch eine C4 Hinterachse und einen kräftigen V8
mit Supercharger; sie wurden leider gleich am Anfang von einem Hinterachsdefekt
heimgesucht. Auch der Dodge Caravan von Ralph Gilles (Daimler Chrysler Designer)
und Scott Greisman ist ausgezeichnet vorbereitet, 13" Bremsscheiben vorn,
3.8l V6, 17" Räder, schöne Vipersitze (der Van soll .98g auf dem Skidpad
erreichen). Er wird überraschend 2. Somit ist "unser" Tahoe nur noch
ein Aussenseiter, trotzdem werden wir 3. Im 2. Lauf folgende Reihenfolge:
Lightning, Blazer, Tahoe, Caravan.
Im Beschleunigungsrennen werden folgende Zeiten für die 1/4 Meile erreicht: 1.
Blazer mit 13.422 s.; 2. Lightning mit 13.875 s.; Tahoe mit 15.404 s.; Caravan
mit 16.859 s. Der Gesamtsieger Ed Dellis mit der Beck Lister Replika benötigt
für die 1/4 Meile nur 11.255 s.
27 Teilnehmer unter 14 Sekunden, 46 unter 15 Sekunden. An der Leistung fehlt es
nicht.
Am späten Nachmittag geht es weiter nach Greencastle, IN wo uns nette Leute des
Putnam County
herzlich bewirten.
04.5. In Tulsa, OK erwartet uns auf dem
Speedway eine Novität am One Lap, ein sogenannter Dirt Track, ein Oval ohne
Belag, nur Lehm. Irgendwie klappt alles ausgezeichnet und wir können
überraschend unsere SUV Klasse gewinnen. Reihenfolge: Tahoe, Lightning, Blazer,
Ranger, Caravan. Der Ranger ist repariert und wieder dabei.
Am Nachmittag sind wir zu Gast in Hallett, einer anspruchsvollen Strecke mit
"blinden" Kurven, die sich zu Teil nach aussen neigen. Trotz grossen
Einsatzes reicht es nur zum 5. Rang im ersten und zum 4. im 2. Lauf. Mein
Einsatz wird mit Applaus belohnt.
05.5. Pikes Peak International Raceway in Colorado Springs, CO ist unsere nächste Strecke, ein 1.5 Meilen Oval mit Innenfeldparcours. Steffan Wiegert und Rob Bond mit dem Ranger haben nun alles wieder im Griff und werden 14. im Gesamten und 1. in der SUV Klasse vor dem Blazer, dem Lightning und unserem Tahoe. Im zweiten Lauf kann sich die Ranger Crew sogar auf den 11. Gesamtrang vorschieben, sonst bleibt die Reihenfolge gleich.
Auf der Fahrt nach Albuquerque, NM, können wir noch bei meinem Bruder Rolf und
Larry Knapp in Taos einen Zwischenhalt mit Nachtessen einlegen.
06.5. Sandia Motorsport Park liegt westlich von Albuquerque,
NM, ist eine neue kleine Rennstrecke mit sehr engen Kurven. Bobby Unser beehrt
uns mit seiner Anwesenheit. Im ersten Lauf bleibt mir in der ersten Runde das
Gaspedal hängen und ich komme von der Strecke ab, kann trotzdem ohne Schaden
weiterfahren. Die Reihenfolge: Ranger, Lightning, Caravan, Blazer, Tahoe. Im
zweiten Lauf kann ich mich noch vor den Blazer schieben.
07.5. Texas World Speedway bei College Station, TX ist unsere nächste Prüfung. Auf dem Weg dahin, nach 850 Meilen Fahrt werde ich um 3 Uhr nachts von einem netten Sheriff ermahnt gemütlicher zu fahren, was ich natürlich befolge. Auf dem Strassenkurs von Texas World hat die Ranger Crew alles im Griff, Gesamt 16. und klarer Gruppensieger vor dem Lightning und dem Blazer. Mark Gilles mit dem Caravan schlägt mich um 0.356 Sekunden im ersten und um 0.988 Sekunden im 2. Lauf.
08.5. Road Atlanta in Braselton, GA ist die
attraktivste und anspruchsvollste Strecke an diesem One Lap. Hier bekommen wir
unerwarteten Besuch von Christoph Kleinert, der den Weg nach Road Atlanta
gefunden hat, danke. Auf dieser Lieblingsstrecke kann ich den Tahoe gut
aussehen lassen. Wir werden Gesamt 40. und 3. in der SUV Klasse nur 2.7 Sekunden
hinter dem starken Lightning. Der Ranger feiert den 8. Gruppensieg in Folge.
Charles Lovelady im Blazer wird mit 10 Sekunden Rückstand 4.. Nach diesem
Highlight gönnen wir uns einen ausgezeichneten Lunch im Versailles Saal des
Chateau Elan (ca. 10km von Road Atlanta). Auch der 2. Lauf gelingt gut, doch der
Blazer verbessert sich gewaltig und schlägt mich um 3 Sekunden. Reihefolge:
Ranger (9. Sieg in Folge), Lightning, Blazer, Tahoe, Caravan.
Danach sind wir in Easley, SC bei Glen Dodd (Carolina
Rod Shop) zu einer Zwischenverpflegung eingeladen.
09.5. Summit Point in West Virginia ist eine gepflegte Motorsportanlage mit einer anwechslungsreichen Strecke. Bei meiner dritten und letzten Runde im 1. Lauf muss ich den Tahoe nach einer unvorhergesehene Aktion "retten", das kostet wertvolle Zeit und ich werde dadurch 5. in der Gruppe. Die Ranger Crew feiert Ihren 10. Sieg in Folge vor dem Lightning, Blazer und Caravan. Der 2. Lauf ist problemlos für alle und die Reihenfolge bleibt gleich.
10.5. In Lancaster, NY auf dem 5/8 Oval findet die letzte Zeitprüfung statt. Der Gesamt-Klassensieger der SUV's, der Ford Lightning mit Ed Olkkola und Brian Healy, kann zum Abschluss diese Prüfung gewinnen. 2. wird auch der Gesamtzweite, die Ford Ranger Crew mit Steffan Wiegert und Rob Bond, die eine eindrückliche Leistung gezeigt haben. Nach 4 Null-Resultaten am Anfang haben sie sich verdient auf den 2. Rang vorgearbeitet. Den 3. Rang hier, wie auch im Gesamtklassement, erobert sich der Chevrolet Blazer mit Glen Dodd und Charles "Crash" Lovelady. Wir haben somit den undankbaren, aber harterarbeiteten, 4. Gesamtrang erkämpft, den uns die Dodge Caravan Crew mit Ralph Gilles und Scott Greisman die ganze Zeit streitig gemacht hat.
Zum Abschluss durften wir nochmals über die Platt Street Bridge ins Ziel
fahren. Unser 51. Gesamtrang war eine Befriedigung, denn wir hatten eines der
schwersten Fahrzeuge und mit den 330PS (vom LT4 Motor mit über 70'000 Meilen)
waren wir deutlich an der unteren Leistungsgrenze in diesem Feld. Doch der
Spassfaktor war ausgezeichnet.
Gesamtsieger: Zum dritten Mal in Folge: Brian Smith und David Zelkowski mit einer Dodge Viper ACR
2. Rang und Sieger der American Vintage Gruppe: Eine absolute Überraschung: Aaron "Racer Boy" Quine und Michael Miller mit einer 1963 Chevrolet Corvette GSR Replika. Motor: 434" (7.1 Liter) smallblock, Getriebe: B&M modifiziertes automatisches TH-400 (mit Overdrive, um bei den Zwischenetappen "ruhiger" fahren zu können).
3. Rang und Sieger der SSGT2 Gruppe: Auch überraschend: John Boos und Todd Cleasby mit einer 1986 Chevrolet Corvette
4. Rang: Andi Baritchi und Clint Pohler mit einem 1998 Toyota Supra Turbo, "leicht" modifiziert
5. Rang: Mark Davia und Jeff Denmeade mit einem 2001 Porsche 996 TT
6. Rang: Gregory Stasiowski und Dale Black mit einem 1994 Mazda RX-7
7. Rang: Rodney und Rick Sizemore mit einer 2002 Chevrolet Corvette Z06
8. Rang: Reed Kryder und John Bender mit einer 2001 Chevrolet Corvette Z06
9. Rang: Danny und Kyle Corcoran mit dem bewährten 1995 Pontiac TransAm, das bestplazierte Fahrzeug mit einer hinteren Starrachse.
10. Rang: Karl H. Troy und Steve Griffin mit dem exotischen gelben 1995 Lamborghini Diablo, zum ersten Mal an einem OneLap, eine ausgezeichnete Leistung. (3. Rang auf dem Dirt Track in Tulsa!!)
11. Rang und Sieger der Luxusklasse: Roy Hopkins (Besitzer des Tahoe) mit Nancy Becker und Adrienne Hughes mit einem 2002 BMW M5
12. Rang und Sieger der Mid Prize Sedan Klasse: Greg Hagopian und Larry Smith mit einem 2002 Subaru Impreza WRX
13. Rang und 2. der Mid Price Sedan Klasse: Ted Lyons und Mike Hurst mit dem 1989 Ford Thunderbird
14. Rang: Jerry Churchill und Bill Evans jr. mit der 1997 Dodge Viper
15. Rang: Kevin Wesley, Mark Grubelich und Richard Ehrenberg mit dem 1969 Plymouth "Green Brick" Valiant 100, trotz eines Ausrutschers in Sandia. Ein Fahrzeug in "fast" orginalem Zustand, wären nicht die Kotflügel aus Polyester und zwei Lachgas Flaschen im Kofferraum und und und
16. Rang: William Cook, Richard Spicer und Jon Dega mit einem 1995 Volvo 740, auch fast Original, wäre nicht der 535PS Ford Motor und und
23. Rang und Sieger SUV Klasse: Ed Olkkola und Brian Healy mit einem 2000 Ford Lightning, Motor mit Supercharger plus 500PS, Bremsen: Brembo, Fahrwerk: tiefer gehts nicht mehr
36. Rang und 2. SUV Klasse: Steffan Wiegert und Rob Bond mit einem 1993 Ford Ranger, Motor V8 mit Supercharger genügend Leistung, Fahrwerk: eine Corvette C4 Hinterachse. Mit 4 fehlenden Resultaten (durch Reparatur an Hinterachse) eine ausgezeichnete Leistung
42. Rang und 3. SUV Klasse: Glen Dodd und Charles "Crash" Lovelady mit einem 1994 Chevrolet Blazer S-10, Motor V8 383" auch genügend Leistung, Fahrwerk: komplettes Corvette C4 Chassis. Durch den fehlenden Mike Stein wurde das Team geschwächt, trotzdem eine gute Leistung
51. Rang und 4. SUV Klasse: "unser" Tahoe
59. Rang und 5. SUV Klasse: Ralph Gilles und Scott Greisman mit dem schönen 1999 Dodge Caravan
75. Rang und 6. SUV Klasse: Ramin Bahat, Mike McDonnell und Dave Monheim mit dem grössten und schwersten Fahrzeug, einem 2002 Ford F-350
One Lap of America 2002 Journal BY NICK YETTO Senior Producer, CarandDriver.com
"What the heck are you doing here?" I ask. He laughs — a hard, rumbling belly laugh.
"I've been here 10 years. This is for fun. You get to run a lot of tracks you couldn't get to otherwise."When Dubler speaks, his hands dance in the air. Sometimes, they'll dance right towards you, occupying the space that's right in front of your nose.
"Okay, but why do you drive these SUVs?"Again, the laughter. There's another man in the backseat — a German, I think, who laughs along.
"I buy a car here, I have to be able to sell it in Switzerland. Or, sometimes I need it. I needed an Astro Van for my business, so I ran one of those one year."This is how Dubler does the One Lap. He buys a vehicle, runs it the 5000+ miles, races it, and then ships it back to Switzerland. He normally picks SUVs because they're rare on his side of the pond, and easy to sell.
"In 1994, I had a Callaway Camaro. I came in ninth overall. If I had known I would run One Lap eight more times, I would not have sent it to Switzerland. I couldn't sell it, anyway — but my wife liked it!"This time, when he laughs, he slaps me on the arm, and I laugh too. I don't exactly understand his joke, but he told it very well.
We talk about his driving style. Dubler has a unique way of guiding his truck around the track. He does it one-handed, with the right hand at 12 o'clock, and the left resting on the windowsill. It's as if he's off for a Sunday drive."What holds me!?" he asks, indicating how big the front bench seat is. He competes without the benefit of a racing seat.
"The left arm is to hold me. If I turn right, I hold onto the window. Left, I brace myself."He shows me what he means, flopping back and forth in the stationary vehicle. He stops to look up at Brocker, who's directing traffic in the pits. It's almost time to race.
"It's like life," he says, reaching for his helmet. "You have to be focused all the time, but be relaxed, and it gets easier. But in life, you have fifty, sixty, seventy years. On the track, you have five minutes."With that in mind, I get out of the huge Tahoe, and watch Dubler turn his lunatic hot laps. At every turn, you're certain he's going to crash. He never does. Instead, there's the sound of large Pirelli tires screaming for mercy as they race through the woods of West Virginia.
One more stop to go. Tomorrow we stop in Clarence, New York, which is just a little ways outside of Buffalo, for the final leg of competition. In the afternoon, we'll cross the bridge in Rochester, and our adventure will come to an end.